Regulierte Software, schnell und sicher gebaut.
Process Core ist eine Open-Source-Plattform für Software, deren Geschäftsprozesse zuverlässig, nachvollziehbar und kontrolliert ablaufen müssen: eine eigene Workflow-Engine, versionierte Entscheidungen, menschliche Aufgaben, Mandantentrennung, Berechtigungen und überprüfbare Audit-Nachweise — ein Kern, auf dem Ihre Teams aufbauen.
Apache 2.0 · Eigener Betrieb · Go · PostgreSQL · NATS
- 01Antrag eingegangenkyc-application@1.2 · valid
- 02Personenbezogene Daten geschütztpayloadRef · encrypted
- 03Risikoregel ausgewertetrisk-score@2.0.1 · sha 9c41…f2
- 04Prüfaufgabe abgeschlossenapproved · identity bound
- 05Ergebnis gespeichertstate committed
- 06Nachweispaket geschriebenverified
□ System · ◯ MenschReplay rekonstruiert, führt nichts erneut aus
Der KYC-Referenzablauf aus dem Repository, so wie das Journal seine Übergänge festhält. Namen und Prüfsummen sind beispielhaft.
01 — Das Problem
Ein Geschäftsprozess ist mehr als eine Anfrage.
Eine Anwendung nimmt Daten entgegen, ruft andere Systeme auf, wertet Regeln aus, wartet auf einen Menschen und setzt den Ablauf später fort. Währenddessen fallen Dienste aus, Nachrichten kommen doppelt an, Regeln ändern sich und Aufgaben bleiben tagelang offen. Und im Nachhinein muss jemand vier Fragen beantworten können:
- 01Welcher Kunde oder Mandant war betroffen?
- 02Wer durfte die Aktion ausführen?
- 03Welche Version der Regel galt?
- 04Warum kam es zu diesem Ergebnis?
Process Core bündelt diese Grundlagen. Ihre Anwendung beschreibt ihre Prozesse, Daten und Entscheidungen; die Plattform führt sie kontrolliert aus und bewahrt die technischen Nachweise auf. Teams bauen nicht mehr in jedem Projekt dieselben Sicherheits- und Zuverlässigkeitsmechanismen neu.
02 — Funktionen
Gebaut für Abläufe, die sich nicht einfach neu starten lassen.
Prozesse ausführen und fortsetzen
Die Workflow-Engine führt versionierte Definitionen aus: automatisierte Schritte, menschliche Aufgaben, Verzweigungen, parallele Abläufe, Timer, Ereignisse, Teilprozesse, begrenzte Wiederholungen und Kompensation. Jede Instanz hat einen dauerhaften Zustand. Jeder Übergang landet in einem Journal — in derselben Transaktion festgeschrieben wie der Zustand und die Folgeaktionen. Nach einem Neustart läuft die Ausführung dort weiter, wo sie stehen geblieben ist.
Entscheidungen reproduzierbar auswerten
Regeln laufen als versionierte Entscheidungsdefinitionen. Zu jedem Ergebnis gehören Nachweise über die Definition, ihren Inhalt, die Eingabe, die Ausgabe und die Auswertungssemantik — durch Inhaltsprüfsummen miteinander verbunden. Eine spätere Regeländerung überschreibt nie die Identität einer früheren Entscheidung.
Menschen in den Ablauf einbinden
Menschliche Aufgaben sind Teil des Prozessmodells: angeboten, übernommen, zurückgegeben, abgeschlossen — mit Zuständigkeit und Fristen, die an die Instanz gebunden sind. Die Task Inbox im Studio erzeugt Formulare aus versionierten Schemas. Der Abschluss einer Aufgabe wird gegen Berechtigungen und Zustand geprüft und wie jeder andere Schritt aufgezeichnet.
Änderungen kontrolliert freigeben
Definitionen, Regeln, Schemas und Module sind unveränderliche, versionierte Artefakte. Veröffentlichen und Aktivieren sind getrennte Schritte, und der Plattformkern erzwingt das Vier-Augen-Prinzip: Wer veröffentlicht, kann nicht aktivieren — auf jedem Weg, nicht nur in der Oberfläche. Laufende Instanzen bleiben an ihre exakten Versionen gebunden; für unterstützte Zustände gibt es kontrollierte Migrationen mit Vorschau, Prüfung der Auswirkungen und freigegebenen Ausführungswellen.
Mandanten und Zugriffe trennen
Identität, Berechtigungen, Richtlinien und Mandantenkontext werden an einem gemeinsamen Eingang geprüft. Datenbankrichtlinien und getrennte Bus-Berechtigungen kommen als zwei weitere Schichten hinzu. Für Studio, Kommandozeile und Dienste gelten dieselben Regeln, und die Identität der handelnden Person bleibt bis ins Audit erhalten.
Nachweise überprüfbar machen
Das Audit hält Aktionen und Akteure fest, das Journal die Entwicklung einer Instanz; beide sind an die exakt verwendeten Definitionen gebunden. Audit-Exporte sind kryptografisch überprüfbar, und mit Nachweispaketen lässt sich ein Ablauf später rekonstruieren. Geschützte personenbezogene Daten werden verschlüsselt gespeichert, referenziert statt kopiert und lassen sich durch Vernichten ihres Schlüssels löschen.
Eigene Logik anbinden
Versionierte APIs, ein Nachrichtenbus und ein Go-SDK mit Vertragstypen, Signierung und Integrationsbausteinen. Ihre eigenen Berechnungen laufen als WebAssembly-Module in einem separaten Runner — mit Grenzen für Speicher, Rechenaufwand, Laufzeit und Ein-/Ausgabe, ohne freien Netzwerk- oder Dateizugriff.
03 — Wo KI ihren Platz hat
Ein Agent ist ein Schritt unter anderen.
Process Core führt keine Modelle aus, sondern den Prozess um sie herum. Ein KI-Agent wird wie jeder andere Service-Task aufgerufen: mit denselben begrenzten Wiederholungen, denselben Berechtigungen, demselben Journal. Eine versionierte Regel entscheidet, ob sein Ergebnis übernommen wird oder an einen Menschen geht. Weil der Prozess an seine Definition gebunden ist, kann das Modell hinter einem Schritt wechseln, ohne dass der Prozess neu geschrieben werden muss.
* Gemessen, nicht behauptet
Vier Zahlen aus echten Läufen.
Jede ist an einen Commit gebunden und als Nachweis hinterlegt.
- 291.000 / 291.000Übergänge, festgeschrieben in einem vierstündigen Chaos-Dauertest mit fünf erzwungenen Owner-Ausfällen — keiner verloren, keiner doppelt
- ≤ 14,7 sbis ein Standby-Runner übernimmt, nachdem der aktive Owner hart beendet wurde
- 21 msp99 für das Festschreiben eines Übergangs im letzten Messfenster desselben Laufs
- 192 / 192mandantenübergreifende Angriffspfade über alle 64 Endpunkte abgewiesen — null fremde Datensätze
* An einen Commit gebundener vierstündiger Chaos-Dauertest bei 20 Events/s auf einem Single-Host-Profil · mandantenübergreifender Pentest, 15.09.2026 · jeder Lauf mit Prüfsumme des Quellcodestands und Nachweisdatei hinterlegt
04 — Damit arbeiten
Vier Zugänge.
Process Core Studio
Weboberfläche zum Modellieren, Veröffentlichen, Freigeben und Beobachten von Prozessen — und zum Bearbeiten menschlicher Aufgaben.
PCFlow
Der visuelle Workflow-Editor im Studio, mit Modellprüfungen, Versionsvergleich, einer Laufzeit-Heatmap und Migrationsansichten.
pc Kommandozeile
Skriptbarer Zugriff für Entwicklung und CI: signierte Anfragen, Artefaktverwaltung, Audit-Exporte und Umgebungsprüfungen.
APIs und SDK
Verbinden Sie eigene Anwendungen, Dienste und Automatisierungen mit denselben Plattformfunktionen — unter denselben Regeln.
05 — Beispiel
Eine Kundenprüfung, von Anfang bis Ende.
Know Your Customer — der Referenzablauf, der sich durch das ganze Projekt zieht.
- 01Eine Anwendung legt für ihren Mandanten einen Vorgang an und startet den Prozess.
- 02Eingaben werden anhand eines Schemas geprüft. Sensible Inhalte laufen über den geschützten Payload-Pfad.
- 03Ein automatisierter Schritt oder eine versionierte Regel bewertet den Vorgang.
- 04Ein Mensch erhält eine Prüfaufgabe, bearbeitet das zugehörige Formular und schließt die Aufgabe mit seiner eigenen Identität ab.
- 05Der Prozess läuft weiter und speichert sein Ergebnis.
- 06Historie und Audit halten fest, welche Versionen, Eingaben, Ergebnisse und Akteure beteiligt waren. Nachweispakete ermöglichen später eine technische Überprüfung.
Dasselbe Prinzip lässt sich auf andere Fachgebiete übertragen. Welche Regeln gelten, welche Systeme beteiligt sind und wann ein Mensch freigeben muss, bestimmt Ihre Anwendung.
06 — Architektur
Drei Prozesse. Ihre Infrastruktur.
- process-cored
- Identitäten, Mandanten, Artefakte, Datenoperationen, Entscheidungen, Workflow-Eingang und Audit.
- pc-wfrun
- Führt Workflow-Instanzen aus und setzt sie fort; die Arbeit wird über Partitionen verteilt.
- pc-noderun
- Führt freigegebene WebAssembly-Module isoliert aus, mit begrenzten Ressourcen.
- pc-studio
- Optional. Bindet die Weboberfläche an und verwaltet Anmeldung und Sitzungen im Browser.
- PostgreSQL
- Hält den maßgeblichen transaktionalen Zustand.
- NATS JetStream
- Verteilt Nachrichten zwischen Prozessen und Diensten.
- S3-kompatibler Speicher
- Größere Inhalte, Module, Snapshots und Nachweispakete.
Eine Zustandsänderung und die Nachricht, die sie auslöst, werden gemeinsam gespeichert; die Zustellung lässt sich wiederholen, ohne dass die Änderung verloren geht. Process Core läuft auf Ihrer eigenen Infrastruktur — von der lokalen Sandbox bis zum gehärteten Single-Host-Deployment mit automatischem TLS, fest versionierten Images, Backup und Wiederherstellung.
07 — Für wen
Für Teams, die Anwendungen mit verbindlichen Abläufen bauen.
Process Core lohnt sich, wenn mehrere dieser Punkte zusammenkommen:
- Prozesse verbinden mehrere Systeme und menschliche Entscheidungen.
- Vorgänge müssen Wartezeiten, Wiederholungen und Ausfälle überstehen.
- Mehrere Kunden brauchen getrennte Daten und Rechte.
- Änderungen an Regeln müssen geprüft und freigegeben werden.
- Entscheidungen müssen später technisch nachvollziehbar sein.
- Software und Daten sollen im eigenen Haus betrieben werden.
Ihre fachlichen Regeln und die Gestaltung Ihrer Anwendung bleiben bei Ihrem Team. Process Core liefert die gemeinsame Grundlage für Ausführung und Kontrolle.
08 — Open Source
Offener Code. Versionierte Verträge. Ihre Infrastruktur.
Process Core ist unter Apache 2.0 lizenziert. Offener Quellcode, versionierte Verträge und eigener Betrieb ermöglichen technische Prüfung, Integration und langfristige Weiterentwicklung — mit oder ohne uns. Welcher Ihrer Prozesse lässt sich nicht einfach neu starten?